Koloniale Völkerschauen: „Es war und ist der rassistische Blick auf nicht-weiße Menschen“ | ze.tt

Koloniale Völkerschauen: „Es war und ist der rassistische Blick auf nicht-weiße Menschen“ | ze.tt

In Völkerschauen wurden nicht-weiße Menschen vor Publikum ausgestellt. Es ist ein oft vergessenes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte.Eines Tages beschließt er, zurückzustarren. Kwelle Ndumbe legt sich ein Opernglas zu. Er setzt sich auf einen Stuhl und beobachtet durch die Gläser wochenlang die Menschen, die gekommen sind, um ihn anzuschauen.

Das war im Sommer 1896: In Berlin fand die erste deutsche Kolonialausstellung statt. Über 168 Tage strömten rund zwei Millionen Besucher*innen in den Treptower Park im Südosten der Stadt, um Kwelle Ndumbe aus Kamerun und 105 andere Kinder, Frauen und Männer zu begaffen – Menschen, die aus deutschen Kolonien in Afrika und Ozeanien nach Deutschland geschifft wurden; etwa aus Kamerun, Togo, Tansania, Burundi, Ruanda und Papua-Neuguinea. Hier lesen

Illustration: Lena Ziyal / Museum Treptow | Bearbeitung: Elif Kücük